Der Mehrzahl der Hamburger Bevölkerung wurde nie das Bürgerrecht verliehen. Doch schon früh wurde unbemittelten Fremden der Arbeiter-Klasse die Möglichkeit gegeben, sich innerhalb der Stadt und in den Vorstädten ihren Lebensunterhalt zu verdienen und  Eheschließungen vorzunehmen. Diese Möglichkeit nannte man “Schutzverwandtschaft”.

Die Aufnahme in das Schutzverwandtenverhältnis erfolgte mittels Handschlag und Treuegelöbnis an den Weddeherren. Die Schutzverwandten erwarben dadurch den Genuß des Schutzes der Stadt. Sie entrichteten jährlich einen Taler, den sogenannten “Schutztaler”.  Diese Art Vertragverhältnis endete, sobald der Schutztaler nicht mehr entrichtet wurde. Diese niedere Form des Bürgerrechts beinhaltete jedoch nie die Möglichkeit von Grundstückserwerb.

Die Schutzverwandtenprotokolle können aber auch das erste Auftauchen eines Namens zeitlich eingrenzen, sie könnten Hinweise zum Jahr des Zugangs und/oder der Heirat sein.